Das Jahrhundert der Frauen

Das Jahrhundert der Frauen
In Produktion

Dieser Film ist noch in Arbeit und hier zu sehen, sobald die Produktion abgeschlossen ist. Hintergrundinfos zu diesem Projekt finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Das Jahrhundert der Frauen
Mankerinnen erzählen Geschichten des Lebens

Immer noch ist Geschichte in erster Linie eine Aneinanderreihung von Zahlen, Daten und Fakten und eine Erzählung der „großen Köpfe“. Und noch immer dominiert eine männliche Perspektive. Im Jahr 2008 suchten die Mitarbeiterinnen der Regionalen Frauenplattform in der Stadtchronik Mank nach Porträts berühmter Frauen. Als einzigen Eintrag fanden sie dabei die Geschichte der Elsa Plainacher – die als letzte Hexe in Wien 1583 am Scheiterhaufen verbrannt worden ist. Helene Bubbnik erschien es daher höchst an der Zeit, das Leben der Frauen in Mank und Umgebung sichtbarer zu machen und ihre Erinnerungen festzuhalten. In einem mehrjährigen Publikationsprojekt wurden Dutzende Lebensgeschichten von Mankerinnen aufgezeichnet und veröffentlicht.

Die Filmchronisten besuchten einige der Autorinnen der Manker Frauengeschichten, darunter Bäuerinnen, Verkäuferinnen, Künstlerinnen, eine Kindergärtnerin, eine Ärztin und eine Psychotherapeutin; die älteste Gesprächspartnerin feierte kürzlich ihren 100 Geburtstags. In den Biografien der Frauen hat sich nicht nur die Zeitgeschichte, die Erfahrung des Krieges, der Besatzungszeit oder auch der Wirtschaftswunderjahre eingeschrieben, sondern auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Rollenbild. Der Film dokumentiert einen Emanzipationsprozess, der sich manchmal langsam und zaghaft und manchmal resolut und voller Aufbegehren vollzogen hat. Eine gemeinsame Zugfahrt auf der längst aufgelassenen Schmalspurstrecke, der „Kumpe“, wird zur Metapher für diese besondere Zeitreise, die ein kollektives Narrativ enthält: die Geschichte des 20. Jahrhunderts ist vor allem auch die Geschichte der Frauen!