Die Ötscherkinder

Die Ötscherkinder
In Produktion

Dieser Film ist noch in Arbeit und hier zu sehen, sobald die Produktion abgeschlossen ist. Hintergrundinfos zu diesem Projekt finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Die Ötscherkinder
Das Leben der Familie Spielbichler
in 200 Jahren Waldeinsamkeit

Gekommen als Holzknecht

Mitte des 18. Jahrhunderts wurden evangelische Holzknechte aus der Dachsteinregion in das Ötscherland geholt, um großflächige Schlägerungen durchzuführen. Der Holzbedarf war damals vor allem in der Reichshauptstadt Wien enorm. So kam auch der 1736 in Gosau geborene Georg Spielbichler als Holzknecht in den Hinterötscher, wo er direkt am Südhang des Ötschers inmitten der Waldeinsamkeit sesshaft wurde.

Geblieben als Gastwirt

Aus der einfachen Holzhütte entwickelte sich schrittweise eine erste Touristenunterkunft, die bereits 1811 vom Schriftsteller Franz Sartori beschrieben wurde. Begeistert zeigte er sich über den Besuch bei der Familie Spielbichler und die köstliche Bewirtung. Somit wurde der Spielbichler zur Urzelle des Ötscher-Tourismus. 1910 erbaute die Holzknechtfamilie ein neues Gasthaus und gleich daneben entstand die Hubertus-Hütte, die als Wohnhaus diente.

Waldeinsamkeit

Das Leben im hinteren Talkessel des Ötschers – weitab von der Zivilisation – war höchst entbehrungsreich. So gut wie alle Lebensmittel und Waren wurden in Selbstversorgung und Eigenerzeugung hergestellt. Für den Schulbesuch mussten die Kinder im Sommer stundenlange Fußmärsche absolvieren, im Winter bezogen Sie „Asyl“ bei Gasteltern in Mitterbach. Die Ötscher-Kinder der Familie Spielbichler und einiger weiterer Holzfäller-Familien wurden legendär, kamen sie doch aus einer gänzlich anderen Welt, aus der tiefsten Waldeinsamkeit.

Erinnerungen zweier Ötscher-Kinder

Mitte der 1950er-Jahre lief der Pachtvertrag mit dem Stift Lilienfeld ab, die Spielbichlers mussten das Gasthaus und Ihre geliebte Hubertushütte aufgeben. Gustav und Hubert Spielbichler leben heute noch in Mitterbach, sie waren die letzten Ötscher-Kinder, die noch in der Waldeinsamkeit aufgewachsen sind. Für den Film kehren Sie gemeinsam mit ihrer Schwester Anita wieder an den Ort Ihrer Kindheit, den ehemaligen Gasthof im Hinterötscher zurück, besuchen nach Jahrzehnten erstmals die alte, jetzt schon verfallene Hubertushütte und erinnern sich.