Ein Leben im Holz

Ein Leben im Holz
In Produktion

Dieser Film ist noch in Arbeit und hier zu sehen, sobald die Produktion abgeschlossen ist. Hintergrundinfos zu diesem Projekt finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Ein Leben im Holz
Die letzten Holzknechte von Schwarzenbach

Schwarzenbach wurde durch die Holzfäller geprägt und galt als Hochburg der Holzwirtschaft im gesamten Pielachtal. Die schwere Arbeit im Forst bestimmte das Leben ganzer Generationen. Bei jedem Wetter hieß es früh aufstehen und weit oben in den Bergen, abgeschieden von der Zivilisation, das Tagwerk zu beginnen. Unterwegs war man in Passen, Partien von vier bis sechs Leuten, die ausgestattet mit riesigen Sägen für Hart- und Weichholz, Keilen und Steigeisen „ins Holz gingen“. So spartanisch wie die Ausstattung war auch die Wegzehrung, die aus Speck und vor allem aus dem Sterz, einer Mischung aus Schmalz, Salz, Mehl und Wasser, bestand.

Das Leben der Holzknechte war geprägt von harter Alltagsarbeit, bisweilen aber auch wilder Bergromantik; etwa dann, wenn man weit oben am Hennesteck auf der Almhütte übernachtete und die Sennerin jeden Morgen frische Milch brachte. Wie gefährlich die Arbeit im Holz sein konnte, zeigte sich vor allem im Winter, als es immer wieder zu schweren Lawinenunfällen kam. Um ihre Stellung etwas zu verbessern, begannen sich die Arbeiter zu organisieren und gründeten eine eigene Gewerkschafts-Sektion. Noch in den 1950er-Jahren waren über 70 Holzknechte in Schwarzenbach stationiert. Zusammen mit ihren Familien bestimmten sie lange auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der kleinen Gemeinde.

Mit der zunehmenden Mechanisierung der Holzwirtschaft wurden die Holzknechte immer entbehrlicher. Was Jahrhunderte lang menschliche Arbeitskraft leistete, wurde nun wesentlich effizienter von Maschinen erledigt. Nach und nach verschwand damit ein ganzer Berufsstand, nur mehr wenige alte Holzknechte leben heute in Schwarzenbach. Für den Film packen sie alte Erinnerungen und Erzählungen aus, kochen einen klassischen Sterz und führen zu den letzten Relikten der Schwarzenbacher Holzfäller-Kultur, die nun als bedeutendes Erbe des Pielachtals wiederentdeckt wird.

Herr Gerhard Hadinger aus Schwarzenbach hat die Dreharbeiten des Filmchronisten-Kamerateams in Schwarzenbachn mit seiner Kamera begleitet und dazu einen tollen Kurzfilm gestaltet.