Unser Geschäft

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In Produktion

Dieser Film ist noch in Arbeit und hier zu sehen, sobald die Produktion abgeschlossen ist. Hintergrundinfos zu diesem Projekt finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Unser Geschäft
Wie die Mitterbacher Ihren Nahversorger gerettet haben.

Als Alfred Hinterecker in Mitterbach das Amt des Bürgermeisters antrat, sahen das viele mit einem lachenden und weinenden Auge. Denn einerseits gewann die Gemeinde eine für dieses Amt nahezu prädestinierte Persönlichkeit, andererseits verlor sie einen beliebten Nahversorger. Denn Hinterecker führte das Geschäft im so genannten Köck-Haus trotz stärker werdender Supermarkt-Konkurrenz in Mariazell mit großem Engagement. Seine Nachfolger konnten das Geschäft noch bis 2010 betreiben, dann musste zugesperrt werden, Mitterbach stand nun ohne Nahversorger da. Für Bürgermeister Hinterecker und die ganze Gemeinde ein unhaltbarer Zustand.

Nachdem das Köck-Hauses abgerissen wurde, musste das Thema Nahversorgung in Mitterbach völlig neu gedacht werden: viele Ideen und Überlegungen mündeten schließlich in einen kühnen Plan: mit Hilfe der Bevölkerung, mit der Kraft der Gemeinschaft sollte ein neues Geschäft erschaffen werden. Der für seine Hartnäckigkeit bekannte Hinterecker startete eine beinahe unmöglich erscheinende Mission. Mit Peter Sommerer gewann er einen aus der Region stammenden erfolgreichen Geschäftsmann und entwickelte ein innovatives Crowdfunding-Konzept: Im Rahmen einer Baustein-Aktion sollten in der kleinen Gemeinde rund € 40 000,- für die Erstausstattung des Geschäfts eingeworben werden . Sommerer erklärte sich bereit, diesen Betrag zu verdoppeln und überdies das leer stehende alte Postgebäude anzukaufen. Bei einer Bürgerversammlung am 20. Juni 2012 stellten Hinterecker und Sommerer die Schicksalsfrage: würde es gelingen, den notwendigen Betrag aufzubieten und damit einen neuen Nahversorger in der Gemeinde zu gründen?

Ausgehend vom heute florierenden, von der Familie Mitterbacher geführten Geschäft dokumentieren die Filmchronisten diese bemerkenswerte Erfolgsstory. Zu Wort kommen die Protagonisten von damals und die KundInnen, wie der 100-jährige Hugo Stelzhammer, der sich, wie viele in Mitterbach, ein Leben ohne Geschäft nicht mehr vorstellen kann.